Offenes Archiv
Das Offene Archiv ist eine künstlerische Arbeit und zugleich partizipatives Projekt. Die mit blauem Leinen bezogenen Archivboxen werden seit 1996 durch die Stadtgesellschaft Braunschweigs gefüllt.
Mittlerweile umfasst das Offene Archiv 130 Boxen.

Online-Datenbank
Über unsere Online-Datenbank kann zu den Inhalten des Offenen Archivs recherchiert werden. Durchsuchen lassen sich die Einträge nach Schlagworten, Personen und Orten.
Mitmachen
Neue Beiträge zum Offenen Archiv sind sehr willkommen. Es können eigene Erinnerungen, Dokumente, Fotografien oder andere Medien beigesteuert werden. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie etwas beitragen möchten.

Ein Projekt zum Mitmachen
Das Konzept
Das Offene Archiv lädt zur Teilhabe ein. Einzelne Bürger*innen, Vereinigungen, Kirchengemeinden, Parteien, Schulen und Institutionen haben in den vergangenen Dekaden Archivboxen bearbeitet und befüllt. Heute liegt in den Boxen eine Vielzahl unterschiedlicher Dokumente – von persönlichen Erinnerungen von Zeitzeug*innen, über Fotografien aus der NS-Zeit bis hin zu aussagekräftigen Alltagszeugnissen – zu einem breiten Spektrum an Themen. Das Offene Archiv ist ein Erinnerungsspeicher und dokumentiert zugleich, wie sich die Stadt mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Wirkungen auf Geschichte und Gegenwart auseinandersetzt.
Die Künstlerin
Die Hamburger Künstlerin Sigrid Sigurdsson befasst sich seit den 1980er Jahren mit Installationen und Projekten, die Fragen zu Gedächtnis und Erinnerung aufgreifen. Ihre „Offenen Archive“ sind Sammlungen, die individuelle und kollektive Geschichte präsentieren. Charakteristisch ist die Option der Teilhabe des Publikums, die die Offenen Archive zu Orten der Kommunikation macht. Die individuellen Erinnerungen stehen dabei gleichwertig nebeneinander. Die Archive behandeln Vergangenheit, reichen aber bis in Gegenwart und öffnen durch die Einladung zur Mitarbeit eine Perspektive in die Zukunft.
Weitere eindrucksvolle Arbeiten Sigrid Sigurdssons sind „Die Architektur der Erinnerung“ im Osthaus Museum Hagen und „Die Bibliothek der Generationen“ im Historischen Museum Frankfurt.
