Aktuelles

NS-"Euthanasie"-Verbrechen vor achtzig Jahren

Nachricht vom 26. Juli 2021

An der Gedenkmauer zum früheren Lagergelände sind Tafeln angebracht, die auf das Offene Archiv „Braunschweig – eine Stadt in Deutschland erinnert sich“ in der Gedenkstätte hinweisen. Drei neue Tafeln kommen nun hinzu. So wird auf das Mahnmal für die Braunschweiger „Euthanasie“-Opfer auf dem Stadtfriedhof aufmerksam gemacht. Zwei Tafeln stellen Opfer der Morde an Kranken und Behinderten vor: Hildegard Erika D’Heureuse und Heinrich Waltemate.

Die Tafeln werden in einer Veranstaltung vorgestellt, zu der wir Sie für Dienstag, den 3. August 2021 um 17.00 Uhr einladen. Es sprechen Regina Blume, Projektgruppe "Mahnmal für Braunschweiger NS-'Euthanasie'-Opfer" der Gedenkstätte Friedenskapelle, und Werner Hensel, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen.

Gedenkstätte und Ausstellung wieder geöffnet

Nachricht vom 1. Juli 2021

Die Gedenkstätte ist ab Dienstag, den 27. April 2021 wieder geöffnet. Wir zeigen bis zum August  2021 die Ausstellung "Drei Steine  - Graphic Novel gegen Rechts". Ein Besuch ist während der Öffnungszeiten am Montag, Dienstag, Mittwoch (14-17 Uhr), Donnerstag (16-19 Uhr) und am ersten Samstag im Monat (14-17 Uhr) möglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Antisemitismus gestern und heute

Nachricht vom 28. Mai 2021

Zu einem Lerntag lädt der Arbeitskreis Andere Geschichte am Sonntag, den 13. Juni 2021 um 14.00 Uhr ein:

Spätestens das Attentat gegen die Jüdische Gemeinde in Halle im Oktober 2019 hat die Gefahren deutlich gemacht, die von einem erstarkenden Antisemitismus ausgehen. Zunehmender Rassismus und Rechtsradikalismus in der Gesellschaft bieten einen Nährboden.

In der Veranstaltung wollen wir uns über die aktuellen Tendenzen informieren. Und wir wollen erinnern: Wie entstand ein politischer Antisemitismus im Kaiserreich, welche Rolle spielte er im Braunschweig der 1920er Jahre – wie wurde er von den Nazis aufgegriffen? Welche Gegenwehr gab es?

Erneute Beschmierungen der Gedenkstätte

Nachricht vom 8. Mai 2021

In der Nacht zum 8. Mai 2021 ist die Gedenkstätte Schillstraße erneut beschmiert worden. Um 22.52 Uhr betraten zwei Männer das Gelände der Gedenkstätte und beschmierten mehr als 50 Tafeln an der Gedenkmauer am früheren Lagergelände mit Farbe. Ein Symbolgehalt der Zeichen ist nicht zu erkennen. Auf einer Hinweistafel am Rande der Anlage wurde allerdings ein Hakenkreuz angebracht und ein Aufkleber der Partei Die Rechte hinterlassen. Die Polizei hat die Schändung am Morgen vor der Gedenkfeier des "Bündnis gegen Rechts" entdeckt, Spurensuche und Ermittlungen aufgenommen. Die Beeinträchtigungen werden so schnell wie möglich entfernt.

Die nächtliche Aktion zeigt erneut die völlige Ignoranz der Rechtsradikalen gegenüber der Würde dieses Ortes und der Erinnerung der hier ums Leben gekommenen Opfer. Es ist in kurzer Zeit ein zweiter gezielter Übergriff der Rechtsradikalen, die ihre Absicht der Umdeutung des Gedenkortes in den sozialem Medien angekündigt haben.

Gegenüber solchen Angriffen können Sicherheitsvorkehrungen nur einen unzureichenden Schutz bieten. Der Arbeitskreis Andere Geschichte greift insofern einen Appell auf der gut besuchten Veranstaltung des "Bündnisses gegen Rechts" auf und ruft die städtische Öffentlichkeit auf, die Angebote der Gedenkstätte zu nutzen und daran mitzuarbeiten, diesen Ort noch besser in der Stadt zu verankern. Nur wenn solche Reaktionen deutlich werden, können wir den rechtsradikalen Angriffe entgegen wirken.

 

Video-Rundgang

zur Sonderausstellung zur Graphic Novel „Drei Steine“

Nachricht vom 12. April 2021

Die Ausstellung „Drei Steine“ zeigt mit Bleistiftzeichnungen, Studien, Storyboards und Farbdrucken das Entstehen der gleichnamigen Graphic Novel. Nils Oskamp schildert in ihr seine Erfahrungen mit rechtsradikaler Gewalt als Schüler in den 1980er Jahre in Dortmund-Dorstfeld.

 

Gedenktag 27. Januar 2021

Fotoimpressionen

Nachricht vom 17. Februar 2021

Jahrlich kommen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus Repräsentant*innen der Stadt, Mitglieder von Vereinigungen, Parteien und Gewerkschaften zu einer Kranzniederlegung zusammen. 2021 war eine Versammlung aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich.